"Beherzt"- Vortrag über Rechtsextremismus

Kreuz ohne Haken

Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate sind für alle bedrückend. Nach der elend langen Corona-Pandemie nun auch der entsetzliche Krieg in der Ukraine mit hohen Flüchtlingsströmen, Zerstörungen der zivilen Infrastruktur in den belagerten Städten, tausenden von toten und verletzten Zivilisten, Not und Elend wohin man guckt.

Darüber vergisst man leicht andere innenpolitische Themen wie der seit Jahren wachsende und schwelende Rechtsextremismus in Deutschland und zwar insbesondere der Extremismus vor Ort hier bei uns in der Lüneburger Heide, genauer die Zuwanderung der sog. Völkischen Siedler. Die Lüneburger Heide ist ein hot spot dieser Rechten. Hierzu sprach der aus Altenebstorf stammende ehemalige Geschäftsführer verschiedener Diakonischer Einrichtungen Martin Raabe von der Initiative „Beherzt“. Beispiele nannte er aus Masendorf, Uelzen, Bad Bevensen, Celle, aber auch aus unserer Samtgemeinde. Er verwies z.B. auf völkische Sommerfeste, Lager im Wald, Maitänze, das Hissen der Preussischen Flagge an bestimmten Tagen. Nach außen sind die Völkischen Siedler nette und ordentliche Leute, die sich in den örtlichen Vereinen, Feuerwehren, Elternbeiräten usw. engagieren. Sie vertreten jedoch u.a. autoritäre familiäre Strukturen, eine klare geschlechtsspezifische Rollenverteilung, massive Feindbilder, eine rückwärtsgewandte Lebensweise, Untergangs- und Bedrohungsszenarien.

„Beherzt“ hat als Zeichen des Widerstands gegen die Völkischen Siedler und ihre Ideologie Holzkreuze aufgestellt mit der Aufschrift „Kreuz ohne Haken“ und „fUEr Vielfalt“. Der Landfrauenverein Amelinghausen hat spontan die von Herrn Raabe mitgebrachten Holzkreuze als Zeichen der Solidarität gekauft und wird sie bei den nächsten Veranstaltungen gut sichtbar aufstellen.

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